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Von Akkumulator bis Zahnradgeber:
Lange Worte kurz erklärt.

Man muss nicht unbedingt wissen, was ein Akkumulator ist. Man könnte sich auch fragen, wie man überhaupt auf so eine Bezeichnung kommt. Man kann aber auch einfach nachschauen, was es bedeutet. Im CDS Motorenlexikon finden Sie alle Fachausdrücke rund um Elektromotoren leicht und verständlich erklärt. Hier erfahren Sie z. B., dass man Inkrementalgeber leichter verstehen als aussprechen kann, oder dass ein Polrad ohne Pedalen funktioniert. Und das ist ein Service, der sich zumindest bei CDS DURADRIVE ganz von selbst versteht.

Von ausbaufähig bis zapperlott:
Ihre Meinung zum Motorenlexikon.

Wir werden das Motorenlexikon immer wieder um neue Begriffe ergänzen. Wenn Sie sich dafür schon jetzt ein ganz bestimmtes B wie Begriff wünschen, machen Sie doch einfach ein V wie Vorschlag für ein E wie Ergänzung. Natürlich können Sie uns auch auf mögliche F wie Fehler aufmerksam machen. Wir freuen uns in jedem Fall auf Ihr M wie Meinung.

 

 

A

Abreißfunken:

Siehe Bürstenfeuer

Akkumulator:

Wohl auch besser bekannt unter der Bezeichnung Akku. Ein Akku ist ein Speicher für elektrische Energie. Dabei wird die elektrische Energie in chemische Energie umgewandelt, die wiederum gespeichert werden kann. Sobald der Akku benutzt wird, z.B. beim Einschalten eines Laptops, wird die chemische Energie wieder in elektrische Energie umgewandelt. Dafür sorgt eine elektrochemische Reaktion, die durch unterschiedlichste Materialien hervorgerufen wird. Vom Lithium-Ionen-Akku bis zum Zink-Brom-Akku.

Anker:

In der Elektrotechnik, gerade bei Elektromotoren, wird mit Anker vor allem das bewegliche Teil bei einer elektromagnetischen Wirkung bezeichnet. Oft wird der Anker hier auch als Rotor oder Läufer benannt. Das gilt allerdings nur bei Gleichstrommotoren. Bei Drehstrommotoren hingegen ist der rotierende Teil nicht der Anker, sondern das so genannte Polrad. Die Bezeichnung Anker wäre hier auch irreführend, da es bei Drehstrommotoren auch den Ankerstrom und die Ankerwicklung gibt. Beide Bezeichnungen stehen jedoch in keinem technischen Zusammenhang mit dem Anker, wie er bei Gleichstrommotoren verstanden wird.

Asynchrongenerator:

Damit eine Asynchronmaschine als Generator betrieben werden kann, muss sie magnetisch erregt und mechanisch angetrieben werden. Letzteres geschieht zum Beispiel bei Einsatz in einer Windenergieanlage, wo der Asynchrongenerator über ein Getriebe von den Rotorblättern betrieben wird. Grundsätzlich gilt: Dreht sich der Läufer einer Asynchronmaschine schneller als das ihn umgebende Drehfeld, wird Energie ins Netz zurückgeführt. Die Asynchronmaschine arbeitet in diesem Fall als Asynchrongenerator. Der gleiche Effekt tritt beim Abbremsen von Asynchronmaschinen ein. Zum Beispiel wenn ein Fahrstuhl nach unten fährt und die Asynchronmaschine dabei entsprechend abbremst. In diesem Fall wird die Bremsenergie zurück ins Netz geführt. Die erforderliche magnetische Erregung einer Asynchronmaschine zum Generatorbetrieb erfolgt entweder über einen Kondensator oder als Fremderregung über ein Netz, das von Synchrongeneratoren gespeist wird. Eingesetzt werden Asynchrongeneratoren zum Beispiel in kleinen – meistens unbemannten – Wasserkraftwerken.

Asynchronmotor:

Asynchronmotoren sind Drehstrommotoren und zählen zu den am häufigsten verwendeten Elektromotoren. Was unter anderem auch an einem besonderen Vorteil liegt: Sie kommen ohne Kommutator, Kohlebürsten und Schleifringe aus, d.h. der Verschleiß wird reduziert und die Funkenbildung durch Bürstenfeuer vermieden. Dadurch können Asynchronmotoren zum Beispiel auch als Antriebe in explosionsgefährdeten Umgebungen eingesetzt werden. Asynchronmotoren überzeugen darüber hinaus mit einer konstanten Leistung, sind wartungsarm und haben eine lange Lebensdauer. Durch ihre robuste Bauweise werden sie oft bei starken mechanischen Belastungen eingesetzt. Zum Beispiel als Rüttelantrieb in der Betonindustrie. Beim Antrieb von Pumpen kann der Läufer selbst in Flüssigkeiten, Gasen oder im Vakuum laufen, da er spannungslos ist. Neben Pumpen kommen Asynchronmotoren auch an Förderbändern oder Lüftern zum Einsatz. Grundsätzlich zählen asynchrone Drehstrommotoren zu den kostengünstigen. Vorausgesetzt, es werden keine besonderen Anforderungen an die Baugröße gestellt.

B

Bürstenfeuer:

Mit Bürstenfeuer wird die Funkenbildung am Kommutator bzw. den Kohlebürsten eines Elektromotors bezeichnet. Die Gründe für die Funkenbildung sind unterschiedlich. Zum einen kann es sein, dass die Kohlebürsten schon zu sehr abgenutzt sind und nur noch einen unsauberen Kontakt zum Rotor herstellen können, der das Bürstenfeuer nach sich zieht. Gerade bei hohen Drehzahlen kann es aber auch sein, dass zwei Lamellen des Kommutators unterschiedlich geladen sind und kurzschließen. Auch dadurch kommt es zur Funkenbildung. Unabhängig von der Ursache werden durch Bürstenfeuer die Kohlebürsten stärker abgenutzt und hochfrequente Spannungsspitzen erzeugt.

Bürste:

Siehe Kohlebürsten

 

C

Compoundmotor:

Siehe Doppelschlussmotor

 

D

Dauermagnet:

Siehe Permanentmagnet

Dielektrikum:

Ein Dielektrikum ist eine Substanz, die entweder gar nicht oder nur sehr schwach Elektrizität leitet. Die Substanz ist nichtmetallisch, somit unmagnetisch, und kann sowohl ein Gas, eine Flüssigkeit oder ein fester Stoff sein. Als Dielektrikum bezeichnet man zum Beispiel in Kondensatoren den Isolierstoff der zwischen den beiden Kondensatorplatten bzw. Elektroden liegt. Darüber hinaus wird der Begriff Dielektrikum auch in der Hochspannungs- und Hochfrequenztechnik verwendet. Hier ist mit Dielektrikum der Isolierstoff gemeint, der zum Beispiel die Leiter in einem Koaxialkabel voneinander trennt.

Doppelschlussmotor:

Doppelschlussmotoren kombinieren die Vorteile von Neben- und Reihenschlussmotoren. Mit einem ausgewogenen Verhältnis von Drehzahl und Drehmoment werden sie zum Beispiel beim Antrieb von Press- und Stanzmaschinen verwendet. Doppelschlussmotoren gehören zu den Gleichstrommotoren und werden auch als Verbundmotor oder Compoundmotor bezeichnet.

Drehfeld:

In der Elektrotechnik werden Magnetfelder, die sich um eine rotierende Achse drehen, als Drehfelder bezeichnet. Sie werden erzeugt, um die Wellen von Drehstrommotoren und selbstständig anlaufenden Wechselstrommotoren anzutreiben. Der Rotor, der auf der Welle des Motors befestigt ist, wird dabei magnetisch mitgezogen.

Drehgeber:

Siehe Inkrementalgeber

Drehimpulsgeber:

Siehe Inkrementalgeber

Drehstrommaschine:

Drehstrommaschinen können auf zwei Arten betrieben werden. Als Elektromotor wandeln sie elektrische Energie – in diesem Fall Drehstrom – in mechanische Energie um. Im Generatorbetrieb ist es genau umgekehrt. Dann wandeln sie mechanische Energie in elektrische Energie um. Drehstrom wird auch als Dreiphasenwechselstrom bezeichnet. Drei Phasen deshalb, weil beim Drehstrom die Spannung über drei getrennte Leiter genau drei einzelnen Spulen zugeführt wird. Diese Spulen sind kreisförmig jeweils um 120° versetzt angeordnet. So ergibt sich ein Gesamtmagnetfeld. Da die Spannung periodisch wechselnd den drei Spulen zugeführt wird, dreht sich der im Gesamtmagnetfeld platzierte Rotor entsprechend mit. Drehstrommaschinen gibt es in der Bauart Synchron und Asynchron.

E

Einbaugeber / Einbaudrehgeber:

Einbaudrehgeber sind eine besondere Form der Drehgeber. Sie werden auch als Einbaugeber, Zahnradgeber oder MiniCoder bezeichnet. Ihr magnetisches Abtastsystem lässt sie völlig berührungslos arbeiten. In Kombination mit einem Zahnrad können rotierende Bewegungen inkremental erfasst werden. Mit zusätzlichen Kolbenstangen können außerdem auch Längsbewegungen gemessen werden. Einbaudrehgeber benötigen im Vergleich zu Inkrementalgebern weniger Bauraum. Das macht sie vor allem für den Einsatz in Werkzeugmaschinen sehr interessant.

Energie, chemische:

Chemische Energie steckt zum Beispiel in Treibstoffen wie Benzin oder Diesel. Im Automotor wird der Treibstoff verbrannt und die darin enthaltene chemische Energie wird freigesetzt und in mechanische Energie umgewandelt, die das Auto antreibt. Chemische Energie kann jedoch auch auf direktem Weg in elektrische Energie umgewandelt werden. Bei Brennstoffzellen zum Beispiel, wird die chemische Reaktionsenergie eines Verbrennungsvorgangs direkt in elektrische Energie umgesetzt.

Energie, elektrische:

Energie ist zunächst mal eine physikalische Größe. Ihre Einheit ist Joule bzw. kWh bei der Leistungsmessung von Elektromotoren. Energie kann in unterschiedlichster Form vorkommen. So ist zum Beispiel elektrische Energie eine davon. Elektrische Energie kann in andere Energieformen umgewandelt werden, zum Beispiel in chemische oder mechanische Energie. So wandelt beispielsweise ein Elektromotor die von ihm genutzte elektrische Energie in mechanische Energie um. Was konkret bedeutet, dass der Elektromotor ein Magnetfeld erzeugt, das wiederum eine Kraft auf Strom durchflossene Leiter oder auf Permanentmagnete ausübt.

 

F

Frequenzumrichter:

Frequenzumrichter sind eine besondere Form von Wechselrichtern. Mit ihnen kann die Frequenz eines Wechselstroms geändert werden. Mit der so umgewandelten Spannung werden stufenlose Drehzahlen von null bis zur Nenndrehzahl ermöglicht, ohne dass das Drehmoment sinkt. Dadurch können preiswerte Asynchonmotoren in einem erweiterten Drehzahlbereich eingesetzt werden. Doch nicht nur das Drehzahlverhalten wird verbessert. Mit einem Frequenzumrichter kann auch der sanfte Anlauf einer Anlage umgesetzt werden, was zum Beispiel bei Hebeanwendungen oder dem Betrieb von Förderbändern ein großer Vorteil ist. Ein weiteres wichtiges Anwendungsgebiet von Frequenzumrichtern ist der Bereich Pumpen- und Lüftertechnik.

 

G

Generator:

Rein technisch gesehen ist ein Generator identisch mit einem Elektromotor. Allerdings ist die Wirkungsweise genau umgekehrt. Während der Elektromotor aus der elektrischen Energie, mit der er betrieben wird, Bewegungsenergie erzeugt, wandelt der Generator mechanische Energie in elektrische Energie um. Diese mechanische Energie wird dem Generator über eine Welle zugeführt, so wie zum Beispiel bei einer Windenergieanlage.

Gleichstrommotor:

Zu den Gleichstrommotoren zählen Neben-, Reihen- und Doppelschlussmotoren, sowie permanentmagneterregte Motoren. Gutes Anlaufverhalten und gute Regelbarkeit gehören zu den grundsätzlichen Vorteilen dieses Motorentyps. Jede Variante hat dabei aber auch noch ihre ganz eigenen Vorzüge. Eingesetzt werden Gleichstrommotoren im Allgemeinen bei Windenergieanlagen als Blattverstell- oder Pitchantriebe. Man findet sie aber auch als Wickelantriebe in der Textilindustrie.

Gleichrichter:

Gleichrichter wandeln Wechselspannung in Gleichspannung um, zum Beispiel wenn ein Gleichstrommotor an einem Wechselstromnetz betrieben werden soll. Sie gehören zur Gruppe der Stromrichter, mit denen generell die Umwandlung von einer Stromart in eine andere bezeichnet wird. Im Bereich der Antriebstechnik finden vor allem steuerbare Gleichrichter Verwendung, da sie nicht nur die Spannung umwandeln, sondern auch die Leistung bzw. Drehzahl eines Antriebs steuern können. Und das in nahezu allen Einsatzfeldern. Von Industrieanlagen über Haushaltsgeräte bis hin zu Elektrolokomotiven.

Glockenankermotor:

Glockenankermotoren gehören zu den permanentmagneterregten Gleichstrommotoren. Das besondere an diesem Motor ist seine Bauform: der Rotor ist hohl und vor allem eisenlos. Dadurch entfällt das Rastmoment und der Motor lässt sich vollkommen frei drehen. Glockenankermotoren erreichen bei hohen Drehzahlen höhere Wirkungsgrade. Hinzu kommt, dass das (Rotations-) Trägheitsmoment geringer ist. Daher lassen sich auch Antriebe bauen, die mit einem geringen Gewicht und einer hohen Dynamik überzeugen. Eingesetzt werden sie zum Beispiel in elektrischen Modelleisenbahnen.

H

Hauptschlussmaschine:

Siehe Reihenschlussmotor

 

I

Illgner-Umfomer:

Der Illgner-Umformer arbeitet im Grunde genommen wie ein Leonardsatz. Allerdings verfügt er zusätzlich über ein Schwungrad. Dieses Schwungrad ist unmittelbar mit einem Drehstrommotor verbunden und hat die Möglichkeit kinetische Energie zu speichern. Ein Vorteil, der sich vor allem in der Schwerindustrie auszahlt. So lassen sich mit der gespeicherten Energie zum Beispiel Laststöße abfangen, wie sie manchmal in Stahlwerken beim Antrieb von Walzen vorkommen. Obwohl bereits 1901 patentiert und trotz der immensen Fortschritte im Bereich der Frequenzumrichter nutzen einige Anlagen heute noch die Vorteile dieser Technik. Benannt ist der Illgner-Umformer nach seinem Erfinder, dem deutschen Elektroingenieur Karl Illgner.

Inkrementalgeber:

Inkrementalgeber sind Sensoren, mit denen Lageänderungen, zum Beispiel an Werkzeugmaschinen erfasst werden können. In der Industrie geschieht das vor allem zur Messung von Geschwindigkeiten, Drehwinkeln oder Wegstrecken. Dabei wird die Messung jeweils anhand einer Zählung und einer Richtungsbestimmung durchgeführt. Im industriellen Umfeld findet man Inkrementalgeber neben dem Einsatz in Werkzeugmaschinen auch in der Automatisierungstechnik oder an Prüfständen. Andere Bezeichnungen für Inkrementalgeber sind auch Drehgeber oder Drehimpulsgeber. Als besondere Form der Drehgeber setzen sich immer mehr Einbaudrehgeber durch. Da sie platzsparender sind, finden sie vor allem in Werkzeugmaschinen Verwendung.

Inverter:

Siehe Wechselrichter

 

J

 

K

Kohlebürsten:

Kohlebürsten werden in Elektromotoren und Generatoren verwendet. Über sie wird der elektrische Kontakt zum Kollektor oder den Schleifringen des beweglichen Teils eines Elektromotors bzw. Generators hergestellt. Sie bestehen meist aus Grafit, können aber je nach Anwendungszweck auch um Kupfer, Silber oder andere Metalle ergänzt werden. Aufgrund der vielfältigen Einsatzgebiete in Gleichstrom- und Wechselstrommotoren gibt es Kohlebürsten auch in nahezu allen erdenklichen Größen. Von besonders kleinen Exemplaren für Modelleisenbahnen bis hin zu kiloschweren Varianten für Generatoren in Kraftwerken. Andere Bezeichnungen für Kohlebürsten sind auch Bürste, Motorkohle oder Schleifkohle.

Kollektor:

Siehe Kommutator

Kommutator:

Das Wort Kommutator leitet sich vom lateinischen „commutare“ ab was so viel wie „vertauschen“ bedeutet. Kommutatoren werden auch als Stromwender, Polwender oder Kollektoren bezeichnet. In jedem Fall handelt es sich um eine mechanische Schaltvorrichtung, meist in zylindrischer Bauform, mit der die Stromrichtung innerhalb eines Stromkreises umgekehrt werden kann. Kommutatoren bestehen aus Kupferlamellen, die mit der Ankerwicklung verbunden sind. Hinzu kommen zwei oder mehrere Kohlebürsten, die auf der Oberfläche des Kommutators schleifen und so eine Umwandlung des Stroms bewirken, der entweder zu- oder abgeführt wird. Das ist vor allem bei Gleichstrommotoren wichtig. Ohne die Umwandlung könnte hier ansonsten bei Drehbewegungen kein Drehmoment erzeugt werden.

Kondensator:

Das Wort Kondensator leitet sich vom lateinischen „condensare“ ab, was so viel wie „verdichten“ bedeutet. In der Elektrotechnik werden Kondensatoren genutzt, um elektrische Ladung zu speichern. Aufgebaut ist ein Kondensator aus zwei elektrisch leitenden Flächen (Elektroden), die bei der einfachsten Bauweise als glatte Platten parallel zueinander liegen. Zwischen den Elektroden befindet sich das so genannte Dielektrikum, das vor allem eine isolierende Eigenschaft hat. Um eine elektrische Ladung zu speichern, wird an dem noch ungeladenen Kondensator eine konstante Spannung angelegt. Es fließt kurzzeitig Strom und die eine Elektrode wird positiv und die andere negativ aufgeladen. Diese Ladung bleibt erhalten, sobald der Kondensator von der Spannung getrennt wird. Eingesetzt werden Kondensatoren zum Beispiel in Kondensatormotoren. Oder auch bei Blitzgeräten in der Fotografie. Die Leistung die zur Erzeugung eines Blitzes benötigt wird, kann nämlich nicht direkt über die Batterie abgerufen werden, da ihr Innenwiderstand zu groß ist. Ein aufgeladener Kondensator hingegen liefert in Bruchteilen einer Sekunde eine Leistung von mehreren Kilowatt.

Kondensatormotor:

Kondensatormotoren gehören zu den Asynchronmotoren. Allerdings laufen sie im Gegensatz zu den mit Drehstrom gespeisten Asynchronmotoren mit einphasigem Wechselstrom. Zwar hat dieser Motor gegenüber Drehstrommotoren eine höhere Masse und auch sein Anlaufmoment ist geringer, er überzeugt aber genauso mit Laufruhe, einer hohen Lebensdauer und einer geringen Wartung. Entscheidend ist jedoch der hohe Wirkungsgrad beim Einphasenbetrieb. Ein Vorteil, der ihm viele Einsätze im Haushalt, vom Rollladenantrieb bis zum Rasenmäher, beschert.

L

Läufer:

Siehe Anker

Leidener Flasche:

Die Leidener Flasche kann man sicherlich als den Vorläufer der Kondensatoren bezeichnen. Sie bestand aus einem Glasgefäß, das sowohl innen als auch außen mit einer Metallfolie beschichtet war. Ausgehend vom Funktionsprinzip eines Kondensators hatte das Glas dabei die Aufgabe des Isolators (Dielektrikum). Entdeckt wurde dieses Funktionsprinzip eher zufällig. Zwei Wissenschaftler, unter ihnen auch der Physiker Pieter van Musschenbroek, bekamen bei Experimenten mit Glas- und Metallteilen elektrische Schläge. Der Name der Leidener Flasche ergab sich übrigens aus der Geburts- und Wirkungsstätte von Pieter van Musschenbroek: die niederländische Stadt Leiden.

Leonardsatz (Ward-Leonard-Umformer):

Der Leonardsatz ist die Kombination aus einem Umformer und einem Gleichstrommotor. Dabei besteht der Umformer zunächst aus einem Asynchronmotor und einem mit diesem gekoppelten Generator auf Gleichstrombasis. Auf diesem Weg wird aus einem Drehstrom eine steuerbare Gleichspannung erzeugt, mit der schließlich der Gleichstrommotor angetrieben werden kann. Vor allem sehr große Antriebe, die in der Drehzahl auch noch variabel sein müssen, können mit einem Leonardsatz verlustarm betrieben werden. Zum Beispiel in Walzwerken. Hinzu kommt, dass ein Leonardsatz rückspeisefähig ist. Das heißt, die Energie die zum Beispiel bei Bremsvorgängen entsteht, kann zurück gewonnen werden. Ausgehend vom Namen des Erfinders, dem Amerikaner Harry Ward Leonard, wird der Leonardsatz manchmal auch Ward-Leonard-Umformer genannt.

 

M

Magnetfeld:

Mit Magnetismus bezeichnet man die Kraft, die zwischen Magneten oder magnetisierten Gegenständen und der Bewegung von elektrischen Ladungen wirkt. Der Bereich zwischen diesen Magneten oder Gegenständen, über den diese Kraft übermittelt wird, ist das Magnetfeld. Das Magnetfeld wird zum einen von diesen Gegenständen erzeugt, andererseits wirkt es aber auch auf sie. Verursacht werden Magnetfelder nicht nur durch magnetisches Material, sondern zum Beispiel auch durch elektrische Ströme. So wie bei einer Spule, durch die Strom fließt.

MiniCoder:

Siehe Einbaudrehgeber

Motorkohle:

Siehe Kohlebürste

 

N

Nebenschlussmotor:

Nebenschlussmotoren sind Gleichstrommotoren. Die Bezeichnung Nebenschluss ergibt sich aus der Tatsache, dass die Erregerwicklung und die Ankerwicklung parallel bzw. nebeneinander geschaltet sind. Dabei ist das Magnetfeld nur von der Betriebsspannung abhängig. Auch bei wechselnder Stromstärke bleibt diese Betriebsspannung nahezu konstant. Nebenschlussmotoren haben zwar, beispielsweise im Vergleich zu Reihenschlussmotoren, ein geringeres Anzugsmoment, überzeugen aber mit einer hohen Drehzahlstabilität. Nebenschlussmotoren kommen zum Beispiel beim Parallelbetrieb mehrerer Maschinen oder bei der Ladung von Akkumulatoren zum Einsatz.

O

 

P

Permanentmagnet:

Permanentmagneten halten dauerhaft ihr statisches Magnetfeld und sind nicht wie Elektromagneten auf einen elektrischen Stromfluss angewiesen. Ein Permanentmagnet besteht aus einem Stück Eisen, Nickel, Kobalt oder einem anderen Material, das magnetisierbar ist. Unabhängig vom Material hat der Permanentmagnet an seiner Oberfläche jeweils einen oder gleich mehrere Nord- und Südpole. Jedoch immer zu gleichen Anteilen. Permanentmagnete werden auch als Dauermagnete bezeichnet.

Permanentmagneterregte Motoren:

Permanentmagneterregte Motoren zählen zu den Gleichstrommotoren. Sie haben den Vorteil, dass sie keine Energie benötigen, um ein Magnetfeld zu erzeugen. Das verbessert gerade bei kleiner Gesamtleistung den Wirkungsgrad. Hinzu kommt, dass sie mit weniger Bauraum auskommen. Darüber hinaus fällt der Verlustanteil der Erregerwicklungen weg, da diese durch Magnete ersetzt werden.

Polrad:

Als Polrad wird bei Elektromotoren das rotierende Teil bei einer elektromagnetischen Wirkung bezeichnet. Das gilt allerdings nur für Drehstrommotoren. Bei Gleichstrommotoren wird der bewegliche Teil Anker genannt. Die Bezeichnung Anker wäre bei Drehstrommotoren allerdings irreführend, da es bei diesen Motorentypen auch den Ankerstrom und die Ankerwicklung gibt. Beide Bezeichnungen stehen jedoch in keinem technischen Zusammenhang mit dem Anker, wie er bei Gleichstrommotoren verstanden wird.

 

Q

 

R

Reihenschlussmotor:

Reihenschlussmotoren gehören zu den Gleichstrommotoren. Sie haben keine definierte Leerlaufdrehzahl und ihre Drehzahl geht bei Belastung stärker zurück als das bei Nebenschlussmotoren der Fall ist. Allerdings verfügen diese Motoren über ein hohes Anzugsmoment. Dadurch sind sie im Kurzbetrieb extrem belastbar und werden daher auch in Anlassern verwendet. Zum Beispiel in denen von Elektrolokomotiven. Eine weitere Bezeichnung für Reihenschlussmotor ist Hauptschlussmaschine.

Rotor:

Siehe Anker

S

Scheibenläufermotor:

Bei diesem Motortyp hat der Rotor die Form einer Scheibe, daher auch der Name. Der besondere Rotor sorgt auch für eine besondere Bauform: Der Durchmesser ist größer als die Länge, woran Scheibenläufermotoren auch gut zu erkennen sind. Ihr Laufverhalten ist sehr gleichmäßig und ruhig, selbst bei niedrigen Drehzahlen. Dadurch kann oftmals sogar auf den Einsatz eines Getriebes zur Untersetzung verzichtet werden. Hinzu kommt, dass der Motor aufgrund der auffallend dünnen Bauweise der Wicklungen über eine hohe Leistungsdichte verfügt. Scheibenläufermotoren bieten sich vor allem bei dynamischen Anwendungen an. Sei es bei Elektrofahrräder und Elektroautos oder in kleineren und bürstenlosen Varianten z.B. in Videorekordern. Bis auf den Einsatz in Stromzählern, sind Scheibenläufermotoren immer Gleichstrommotoren.

Schleifringläufermotor:

Der Schleifringläufermotor ist ein Asynchron-Drehstrom-Motor. Bei dieser Motorvariante ist die Läuferwicklung nicht kurzgeschlossen, sondern wird über Schleifringe nach außen geführt. Eingesetzt wird er überall dort, wo gleichzeitig ein hohes Anlaufdrehmoment und niedriger Anlaufstrom gefragt ist. Beim sanften Anfahren im Schwerlast- und Volllastlauf zum Beispiel, was unter Anderem bei großen Mühlen, Steinbrechmaschinen oder Krananlagen der Fall ist. Eher kleiner fällt dagegen der Wirkungsgrad aus. Außerdem zählt dieser Motortyp zu den wartungsintensiveren.

Schleifkohle:

Siehe Kohlebürsten

Servomotor:

Sowohl Gleichstrom-, Synchron- als auch Asynchronmotoren können als Servomotoren ausgelegt werden. Zusammen mit einem Servoverstärker (auch Servoregler) bilden sie dann den so genannten Servoantrieb. Genau geregelt werden können mit diesem Antrieb das Drehmoment, die Geschwindigkeit oder die Position. Dazu wird mit einem Drehgeber, z.B einem Inkrementalgeber, immer die aktuelle Position des Rotors gemessen. Der ermittelte Wert wird dann mit dem Sollwert verglichen und, sofern eine Abweichung vorliegt, angepasst. Servomotoren wurden zunächst als Hilfsantriebe eingesetzt. Daher auch die Bezeichnung „Servo“, was abgeleitet vom lateinischen „servus“ so viel wie „Sklave“ bedeutet. Verwendung finden Servomotoren zum Beispiel in Werkzeugmaschinen oder industriellen Robotikanwendungen.

Stator:

Der Stator ist der feststehende und unbewegliche Teil eines Elektromotors, eines Generators oder auch einer Pumpe. Oftmals ist der Stator auch zugleich das Gehäuse des Elektromotors.

Stromrichter:

Anlagen die eine Stromart in eine andere umwandeln, werden Stromrichter genannt. Dabei unterscheidet man Gleichrichter, Wechselrichter, Umformer und Frequenzumrichter. Stromrichter die Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln, werden als Gleichrichter bezeichnet. Bei einer Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom spricht man von einem Wechselrichter oder Inverter. Ist bei der Umwandlung ein Generator im Spiel, der von einem Elektromotor betrieben wird, nennt man den Stromrichter Umformer. Eine besondere Form des Wechselrichters ist der Frequenzumrichter. Mit ihm kann die Frequenz eines Wechselstroms geändert werden. Vor allem dann, wenn die Drehzahl stufenlos geregelt werden soll, ohne dass das Drehmoment sinkt.

Stromwender:

Siehe Kommutator

Synchrongenerator:

Neben Asynchrongeneratoren ist der Synchrongenerator eine weitere Bauform von Wechselstromgeneratoren. Im Vergleich zum Asynchrongenerator ist er aufwendiger aufgebaut. Um eine konstante Frequenz und Spannung liefern zu können, muss er äußerst schnell und gleichzeitig präzise geregelt werden. Das geschieht über zwei Regelstufen. Mit der ersten Regelstufe wird die Drehzahl des Generators konstant gehalten. Über die zweite Regelstufe wird die gewünschte Ausgangsspannung erzeugt. Diese Spannung ist nicht drehzahlabhängig, sondern wird vom Strom beeinflusst, der durch den Anker des Synchrongenerators fließt. Je größer dieser Strom ist, desto größer ist auch das Magnetfeld und somit die Ausgangsspannung. Die zweite Regelstufe misst permanent diese Ausgangsspannung und passt die Größe des Stroms, der durch den Anker fließt entsprechend an. Da der Strom, der durch den Anker fließt durch Schleifringe – und somit Verschleißteile – übertragen wird, ist die Wartung von Synchrongeneratoren intensiver. Hinzu kommt die durch die zweifache Regelung aufwendigere Bauweise. Das macht Synchrongeneratoren im Vergleich zu den asynchronen Generatoren insgesamt kostenintensiver. Synchrongeneratoren kommen vorrangig in Kraftwerken zum Einsatz, finden sich zum Beispiel aber auch als Lichtmaschinen in Autos.

Synchronmotor:

Synchronmotoren zählen zu den Drehstrommotoren. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Wirkungsgrad aus, was sie vor allem für den Dauerbetrieb sehr interessant macht. Die frequenzgenaue Drehzahl, die von der Belastung unabhängig ist, sorgt dafür, dass beispielsweise die Antriebsachsen von Transportbändern immer synchron laufen. Ein Vorteil, der mit dazu führt, dass Synchronmotoren unter anderem in der Getränkeindustrie Verwendung finden.

T

 

U

Umformer:

Ein Umformer wandelt die Stromart um, zum Beispiel Gleichstrom in Wechselstrom. Er besteht aus einem Elektromotor, der wiederum einen Generator antreibt um die gewünschte Stromart zu generieren. Motor und Generator werden dabei über ihre Wellen gekoppelt und bilden den so genannten Umformer-Satz. Eine besondere Form des Umformers ist der Einankerumformer. Er kommt im Vergleich zum Umformer-Satz ohne sichtbare Welle aus und besteht aus nur einer Maschine. Kamen Umrichter früher auch noch für kleine Leistungen zum Einsatz, findet man sie heute fast nur noch im großtechnischen Bereich, zum Beispiel in den Umformerwerken der Bahn.

 

V

Verbundmotor:

Siehe Doppelschlussmotor

 

W

Ward-Leonard-Umformer:

Siehe Leonardsatz

Wechselrichter:

Wechselrichter gehören zur Gruppe der Stromrichter. Sie wandeln Gleichspannung in Wechselspannung bzw. Gleichstrom in Wechselstrom um. Je nachdem, wie sie geschaltet sind, können sie dabei einphasigen oder dreiphasigen Wechselstrom (Drehstrom) erzeugen. Gefragt ist die Umwandlung in Wechselstrom da, wo nur Gleichspannung als Spannungsquelle zur Verfügung steht. Zum Beispiel bei einer Autobatterie oder bei der Einspeisung von Gleichstrom aus einer Photovoltaikanlage ins öffentliche Stromnetz. Am häufigsten eingesetzt werden Wechselrichter allerdings beim Antrieb von Synchron- und Asynchronmotoren. In diesem Fall wird zunächst auch eine Gleichspannung in eine Wechselspannung umgewandelt. Allerdings ist diese in der Frequenz veränderlich und kann so zur präzisen Regelung von Antrieben genutzt werden. Diese besondere Form eines Wechselrichters wird daher Frequenzumrichter genannt.

 

X

 

Y

 

Z

Zahnradgeber:

Siehe Einbaugeber / Einbaudrehgeber

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